Projekte


Der Tanzsaal ist ihre Arena

Kaum Zukunftsperspektiven, dafür das Gefühl, abgehängt zu sein: Jugendliche in einem Kieler Problemviertel suchen eine Antwort auf die Frage, wie sie ihr Leben meistern sollen. Schule, Einstieg ins Berufsleben und das eigene Umfeld sind eher Hürden als Hilfe. Die Suche nach einfachen Lösungen und Gemeinschaft liegt nahe. Eine häufig drohende Gefahr ist die Flucht in extremistische Ansichten und Gruppen. Wie es gelingt, Halt in schwierigen Lebenslagen zu finden, zeigt eine Krumping-Tanzgruppe des Vereins KielerKids.

In der Mitte eines Kieler Fitnessstudios steht ein runder Sportraum. Drei steinerne Treppenstufen führen in den Saal, wie in eine Kampfarena. Statt von einer tosenden Zuschauermenge im Ring begrüßt zu werden, sind es hier die Bässe, die den Körper vibrieren lassen. Im Einklang mit der Musik erzählt Can Yesils Körper in dem Saal eine Geschichte ohne Worte. Er dreht sich, springt von einem auf den anderen Fuß. Manchmal sieht es so aus, als würde er umkippen, als könnte sein Körper die Balance nicht halten, doch im nächsten Schritt wird klar: Jede Bewegung ist gekonnt, jeder Schritt sitzt. Die Arme bewegt Can kraftvoll mit ruckartigen Bewegungen, aber nicht hektisch. Im Kontrast zu den harten Beats aus den Boxen sind seine Bewegungen fließend und auf eine eigene Art sanft. „In dieser Tanzart fühle ich mich wohl, weil sie frei ist. Ich mache, was ich will“, erklärt er. 

Neben Can tanzen auch Solomon, Amir, Alika und Dilara im Sportraum. Die jungen Tänzer haben eins gemeinsam: Sie sind in Kiel Gaarden oder Mettenhof aufgewachsen, zwei Problemviertel der Stadt. Der Kieler Sozialbericht 2017 spricht eine deutliche Sprache: Bei der Wahlbeteiligung sind die Stadtteile Schlusslichter, bei der Kinderarmutsquote und der Langzeitarbeitslosigkeit auf den vordersten Plätzen. Für viele Jugendliche, die in den Vierteln aufwachsen, fangen die Probleme früh an: kaum Zukunftsperspektiven, dafür Frust und das Gefühl, abgehängt zu sein. Sie sehen sich in ihrer Jugend mit besonderen Barrieren konfrontiert, wenn es darum geht schulische Anforderungen zu meistern und erfolgreich ins Berufsleben einzusteigen. Die Suche nach einfachen Lösungen und Gemeinschaft liegt nahe. Eine häufig drohende Gefahr ist die Flucht in extremistische Ansichten und Gruppen.

Von Gefühlen leiten lassen

Cans größtes Problem war für lange Zeit sein geringes Selbstvertrauen. Und die Fragen nach seiner Zukunft: Wo geht mein Leben hin? Wo soll es hingehen? Sein älterer Bruder hat ihn vor 12 Jahren zu einer Tanzgruppe des Vereins KielerKids mitgenommen – obwohl er nicht tanzen konnte. Heute studiert Can International Management an der HAW Hamburg, ist leidenschaftlicher Tänzer und nimmt an internationalen Tanz-Wettkämpfen teil. „Alles, was ich in meinem Leben jetzt habe, hat sich durch das Tanzen entwickelt. Mein Studium, meine Freunde, mein Job. Es macht mich als ganzen Menschen aus.“

So geht es auch den anderen Jugendlichen. Sie haben im Verein eine Möglichkeit gefunden mit den Belastungen des Alltags umzugehen: Die Tanz- und Sportart Krumping dient ihnen als Ventil für ihre persönlichen Herausforderungen. „Wenn ich schlechte Laune habe und nachdenke, was mit meiner Zukunft ist, zieht mich das runter und ich kann irgendwann nicht mehr. Dann mache ich meine Musik an und lasse alles raus“, erzählt der 16-jährige Amir. Krumping ist ein ausdrucksstarker Tanz ohne vorgeschriebene Choreographie, die Tänzer bewegen sich Freestyle. Hier gibt die persönliche Stimmungslage den Takt an, nicht der Wille nach einer perfekten Show. Die Bewegungen sind kraftvoll, der gesamte Körper wird gefordert: kräftiges Stampfen und Springen mit den Beinen, ruckartiges Stoßen und Schwingen mit den Armen. Die aggressiv wirkende Form des Tanzens ist Kommunikation, die den Jugendlichen hilft, sich ohne Worte künstlerisch auszudrücken.

Die Zeit im Tanzsaal powert aus, stärkt das Selbstwertgefühl und hilft so, negative Energien zu bündeln. Und nicht nur das: In dem kargen Sportraum herrscht eine familiäre Atmosphäre. Hier hat niemand das Gefühl, abgehängt zu sein. „Durch den Verein bist du jeden zweiten Tag mit den anderen unterwegs. Ich habe kennengelernt, was enge Freundschaft heißt“, sagt Can.

Für andere Jugendliche ein Vorbild sein

Ihre Erfahrungen wollen die Jugendlichen weitergeben und anderen zeigen, wie sie mithilfe von Krumping und dem Engagement im Verein schwierige Lebenslagen meistern. Aktuell drehen sie gemeinsam einen Dokumentarfilm und übernehmen aktiv die Konzeption, Umsetzung und Regie. Ihre Botschaft an andere Jugendliche ist klar: Sucht euch etwas, das euch Spaß bringt und motiviert. Flüchtet euch nicht in extremistisches Gedankengut, um Halt zu finden. Sie wollen damit auch ein Zeichen setzen für eine offene Gesellschaft, die niemanden ausschließt.

Can möchte eines Tages seine Leidenschaft und seinen Beruf verknüpfen: „Andere Kulturen und Menschen zueinander bringen, das habe ich im Tanz gelernt. Das ist schwer im echten Leben.“ Sein betriebswirtschaftliches Studium soll ihm helfen, genau das umsetzen. Eine Tanzschule, die offen ist für alle Menschen einer Gesellschaft, wäre eine Möglichkeit. Bis er das erreicht hat, tanzt er weiter.

Engagement für eine demokratische Gesellschaft

Bei den KielerKids dreht sich fast alles ums Tanzen – aber im Rahmen des Projekts "Jugend gegen Extremismus" wachsen die Jugendlichen zusätzlich an weiteren Aufgaben über sich hinaus. Um fundierte Kenntnisse zum Thema Extremismus zu erhalten, organisierten die KielerKids einen Expertenworkshop, der die Grundlage für ihren geplanten Dokumentarfilm darstellt.

Dieser Wettkampf kennt nur Sieger

Repost von:

http://www.kn-online.de/Nachrichten/Kultur/Streetdance-Award-in-der-Halle-400-in-Kiel

Streetscope

Kieler Kids e.V. hat die Vision, 2018-2021 einen realen Ort der Begegnung zu schaffen.

Ein realer Ort,
wo Ideen reifen
und Kindern Flügel wachsen
damit sie ihre Ideen
in die Welt tragen können.

Strahle wie ein Stern
Strahle auch aus weiter Ferne
Sei nicht nur strahlendes Objekt im Rampenlicht der Projektoren

Auch Ihre Mitgliedschaft leistet einen wertvollen Beitrag zur Förderung unserer Projekte zugunsten der großartigen Welt der Kinder

Friedrich-Junge-Schule in der Wik

Seit Beginn des Jahres 2018 trainieren Schülerinnen und Schüler der DAZ-Klassen an der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule Wik im Rahmen des Scopeprojektes "Learn to fly" u.a. mit unserem Tanzpädagogen  und den Übungsleitern vom Kieler Kids e.V.

Mit großer Konzentration und Begeisterung entwickeln die jungen Menschen gemeinsam Choreographien und lernen, über Bewegung Ausdrucksformen zu finden – unabhängig ihrer Herkunft und Sprache. Schritt für Schritt lernen sie, ihr Selbstvertrauen zu aktivieren und erweitern nebenbei spielerisch ihren deutschen Wortschatz.

Auch Schülerinnen und Schüler aus den Regelklassen werden in das kulturelle Projekt eingebunden, so dass eine erwünschte Vermischung entsteht.

Gegen Ende diesen Jahres ist eine Großpräsentation des ersten Moduls vom Scopeprojekt "Learn to fly" in der Wiker Tallinhalle geplant, so dass das Projekt in den Stadtteil ausstrahlt.

Die Ausweitung des Projektes erstreckt sich auf mehrere Schulen und Orte in Schleswig-Holstein und wird sich wie ein enorm positiver Strahl auf die Welt unserer Kinder in Schleswig-Holstein auswirken.

Strahle wie ein Stern
Strahle auch aus weiter Ferne
Sei nicht nur strahlendes Objekt im Rampenlicht der Projektoren

Streetdance Award 2017

2017 hat erstmalig der weltweit größte STREETDANCE AWARD in Kiel unter der Sonne am Strand von Schilksee stattgefunden. Die Vorbereitungen für den Street Dance Award begannen bereits Anfang Juli 2017.

Professionelle Streetdancer und Trainer bereiteten Kinder und Jugendliche in kleinen Gruppen in den verschiedenen Städten Europas auf dieses Event, das zu einem großen Gemeinschaftserlebnis wurde, vor.

Bereits am ersten Tag erfolgte auf dem Titelblatt der lokalen Presse eine große Ankündigung für das Event, das für viel Aufmerksamkeit sorgte.

Wie erwartet haben die zahlreichen Kinder am ersten Tag direkt nach dem Aufwachen den Schilkseer Strand für sich erobert.

In den folgenden Tagen haben die Kinder und Jugendlichen sich den Raum um das Olympiazentrum herum positiv angeeignet und gestaltet – dadurch wurden auch die Anwohner des Stadtteils mit Freude begrüßt und besonders für diese extreme Sportart Street Dance begeistert.

Während des vorbereitenden Trainings wurde der inklusive Gedanke verfolgt, die Kinder für die Extremsportart Streetdance zu begeistern, unabhängig von Ihrer sozialen Herkunft und Ihren Unterschieden.

Im Vorfeld und während der ersten Sitzung (am Tag des Eintreffens), zeigten sich die Trainer bereits erfreut über den Erfolg des vorangegangenen Tanztrainings.

Darüber hinaus waren Sie von dem Anblick beim ersten Ankommen am Strand des Olympiazentrums begeistert sowie vom vorbereiteten technischen Einsatzes. Dies hat Ihre Motivation für den Award in eine ganz andere Dimension versetzt.

Zahlreiche Teilnehmer in verschiedenen Altersstufen haben die Bühne in diesem zweitägigen Award erobert.

Dieses Erlebnis hat den Passanten den Unterschied der Wirkung dieser Tanzsportart im Vergleich zum starken Konsum an Videoclips in der neuen Medienwelt verdeutlicht.

Durch die Präsentation Ihres Talents auf der Bühne erfuhren die Mitwirkenden ein starkes positives Feedback von der Öffentlichkeit, welches sie sehr bestärkte. Darüber hinaus steckte die Begeisterung einzelne Zuschauer soweit an, dass sie während des Awards unerwartet spontan teilnahmen.

Die Besonderheit dieser Vorbereitungen, Vorgruppierungen und des Coachings lag darin, dass die ausgewählten jugendlichen Trainer in ihrer Szene sehr bekannt sind. Dadurch war das Interesse der Kinder und Jugendlichen, welches durch die neuen Medien bereits sehr angeheizt wurde, entsprechend groß.

Die Jugendlichen forderten mit neuen Visionen eine innovative Fortsetzung des Projektes in den folgenden Jahren.

Das gesamte Wochenende stand im Zeichen der Extremsportart „Streetdance”. Das zweitägige Extremsportevent der Superlative bat ein mitreißendes Spektakel mit über 500 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen Streetdancern.

Auf der großen Bühne wurden die Leistungen der Streetdancer nach den „Street Rules” von einer hochkarätigen fünfköpfigen internationalen Jury bewertet.

„All Style Battles”: Krump, Freestyle, Newstyle, B-Boying und Latin Hip-Hop Style.

Der STREETDANCE AWARD ist ein internationaler Wettbewerb der Tanzart „Streetdance”. „Streetdance” wurde erst 2016 zu einer anerkannten Extremsportart ernannt. Der STREETDANCE AWARD ist ein weiterer riesiger Schritt, der Extremsportart, Streetdance, die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient. Zu dieser Anerkennung beigetragen hat nicht zuletzt der intensive Kampf der „Streeter” von Kieler Kids e. V. Ohne deren Engagement und Durchhaltevermögen, hätte „Streetdance” nicht zu den offiziell anerkannten Sportarten zählen können.

Kieler Kids e. V. 2016 war nicht nur damals Supporter, sondern ist diesjähriger Pokalgeber und Organisator des STREETDANCE AWARD 2017.

„Wir sind ein Teil des Ganzen”

Zur Förderung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche. Sprachförderung bei jungen Flüchtlingen mit dem Ziel der Integration. Mit Hilfe von verschiedenen Techniken unsere Methode der „Brain Art” werden die Kreativität gefördert, neue Ideen erzeugt und Visionen entwickelt.

Durch die aktive Teilnahme am Projekt erfolgte eine Sprachförderung für ca. 55 junge Flüchtlinge in einem außerschulischen Angebot.

Gefordert durch: NDR Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland 2015” Paritätische Wohlfahrtsverband SH

„Tronkies”

Angelehnt an das Zeichentrickwerk „Tronkies” haben die Kindern ein Theaterstück präsentiert, in dem sie sich selbst einen magischen Ort geschaffen haben, an dem das Glück in jeder Situation zu ihnen kommt. Die ca. 84 Kinder, die zum großen Teil mit Migrationshintergrund zum Kieler Kids e.V. kamen, konnten ihre Sorgen vergessen und haben das Glück gefunden. Im Juli 2017 haben sie das Werk in der Aula der Grundschule am Göteborgring aufgeführt.

Die Kinder schlüpften in die Rollen der „Tronkies” und konnten auf der Bühne ihre eigenen Gedanken in bunte Bilder umsetzen. Die fantasievollen Kostüme, Requisiten sowie die Textpassagen führte die Kinder in eine sorgenlose und furchtlose Welt des Glückes ein. Durch die Arbeit mit den Pädagogen wurde ihnen vermittelt, dass das Glück für jeden einzelnen von ihnen im Alltag zu finden ist.

Die damit entstandenen positiven Gedanken werden die Kinder über das Projekt hinaus begleiten. Durch die aktive Teilnahme am künstlerischen Prozess (Bühnenbild, Kostüme, Tanz, Musik) sowie durch die Sprachförderung wird besonders den Kindern mit Migrationshintergrund den Start in ihr neues freudvolles Leben erleichtern.

Grundlage für das Werk bildeten zum Teil die poetischen Texte eines sieben Jährigen Mädchens, die sich selbst TRONKELITA nannte:

„Sie lebte an einem wunderbaren, wundersamen, wertvollen Ort.
Es regnete im Sommer die grünen Blätter,
im Winter schneite es weiße Blüten.”

„MASCHRABIYYAS”

Wie das strahlende Licht durch die Formenvielfalt an „Maschrabiyyas” in ein Kunstwerk aus Licht und Schatten verwandelt wird, soll das neuartige Projekt die kulturellen Unterschiede durch die gemeinsame künstlerische Arbeit an Kostümen und Bühnenbild zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügen.

Das Projekt schafft Momente des Gestaltens und Entwickelns der Vielfalt von Ideen für junge geflüchtete Frauen aus dem Vorderen Orient.

Sie werden professionell angeleitet, ihre Ideen für ein anstehendes Theaterprojekt umzusetzen.

Die Unterrichtseinheiten werden unter der Anleitung von 4 Ehrenamtlerinnen aus dem pädagogischen und künstlerischen Bereich in verschiedenen Zeitstrukturen stattfinden.

Die Unterrichtszeiten richten sich nach den Möglichkeiten der jungen Frauen, z.T. Mütter.

Unser pädagogische Gedanke ist es, aus dem gesamten Flüchtlingszustrom einer kleinen Gruppe, die Gelegenheit zu geben in einem geschützten Raum und innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Momente des kreativen Gestaltens zu erleben - und Sie werden nach unserem pädagogisch geplanten Ablauf (s.o.) ein Gesamtkunstwerk erarbeiten und zur Ausstellung bringen.

Durch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Förderern bilden wir ein enges Netzwerk.

Bündnispartner des Projektes „MASCHRABIYYAS”:

  • DaZ-Zentrum Max-Tau-Schule Mettenhof
  • Container-Haus Schilksee
Filmprojekt „Shadows Paradise”

Dezember 2016

55 Kinder und Jugendliche zwischen 7 - 19 Jahren, aus vielen Nationen, Kulturen und mit überwiegendem Migrationshintergrund nahmen am Projekt teil.

Durch die ausgebildeten Jugendlichen sowie unter Führung der Fachkräfte, Regisseure, Künstler, Psychologen und Pädagogen wurden die Proben und das Werk präsentiert.

Die Kinder und Jugendlichen haben zunächst in Kleingruppen und später gemeinsam an der Choreographie gearbeitet und zeigten hierbei große Konzentration und Begeisterung.

Unsere anvisierten Ziele wie u.a  ein eigenes Storyboard zu schreiben, eigene Musik zu entwickeln und           

im Team zu lernen, dass Disziplin, Teamgeist und  Kontinuität dazu führen, ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Mit der  Erfahrung, dass das gemeinsame konzentrierte Training in den Gruppen zu gegenseitigem Respekt führt, rückten eventuelle sprachliche und kulturelle Probleme aufgrund der unterschiedlichen Herkunftsländer in den Hintergrund.

Das Selbstwertgefühl der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen konnte gestärkt werden durch das gemeinsame Erfolgserlebnis (eine öffentliche Präsentation auf einer Bühne).

Unser Strategie, und Methode hat sich weiterhin bei diesem Film-Projekt eine Nachhaltigkeit für die Jugendlichen bewirkt.

Durch die mediale Welt in der Generation der Kinder und Jugendlichen wurde ein positiver Strahl im weltweiten Netz ermöglicht.

Dadurch haben sowohl die jugendlichen Akteure als auch die jungen Organisatoren an Selbststärke gewonnen.

Wir sind sehr stolz darauf, die Jugendlichen und ihr Werk namentlich in der  Öffentlichkeit und Presse präsentieren zu können.

 

 

Folgende Sätze spiegeln den Projektgedanken wieder und leiten und unterstützen die neu heranwachsende Generation:

Ihre Schritte erzählen eine Geschichte,

ihre Bewegungen erzeugen die Kulisse,

ihre Visionen erzeugen ein Gesamtwerk (das „Paradies”) - Phantasie ist alles, sie ist die Vorschau auf die künftigen positiven Herausforderungen des Lebens.

Methoden

Gestalterische Realität der Vision:

Durch eine Visionstafel, wird die Kreativität der Vorstellungskraft gestärkt und die jugendlichen Akteure können ihre Wünsche an der Tafel verbildlicht darstellen.

Nach jahrelanger Erfahrung mit der Umsetzung der Szenen durch Choreographien haben unsere Fachkräfte, Regisseure und Künstler des e. V., die Methodik entdeckt, durch welche die unterschiedlichen jugendlichen Tänzer ihre Wünsche und Ängste in Form von Szenarien, im täglichen sportlichen Training „Tanz” umsetzen und zur Schau stellen können. Diese Projektmethode hat sich bei unseren Jugendlichen positiv ausgewirkt.

 

Gefordert durch:Fonds Soziokultur e.V.,Ministerium für Justiz, Europa, Aktion Mensch,Kreuzberger Kinderstiftung

 

Smile

Das Projekt „Smile 2015” eröffneten den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten und Chancen zu „Erkennen”. Es stärkte ihren Willen, das Urteilsvermögen, und lehrte die Kultivierung und den bestmöglichen Einsatz der Visualisierung, des Wunsches, der Emotionen und der intuitiven Fähigkeiten. Es verleihte Freude, förderte klare Entscheidungsfähigkeit, trägte zur Sympathie und Bejahung des Lebens. („Kind zu sein” bedeutet „Wurzeln” und „Erwachsen werden” bedeutet„ Fliegen”).

An dem Projekt „step in time” 2015 haben viele Kinder und Jugendliche mit Energie und Begeisterung teilgenommen.

Die dadurch entstandenen Impulse und Gedanken führten zur „Maximum Art” und bildeten die Grundlage für das neue Projekt.

Das umfangreiche und erfolgreiche Projekte wurden unterstützt von Aktion Mensch, Kreuzberger Kinderstiftung e. V., Sport gegen Gewalt, Ministerium für Kultur Jusitz und Europa, Integration durch Sport, Amt für Kultur und Weiterbildung Schleswig-Holstein, Stadt Kiel und die Grundschulen Schleswig-Holstein.

Neuankömmlinge im „Nimmerland”
„Nimmerland” ist die Fantasiewelt unserer Kinder. Im „Nimmerland” können sie träumen, in eine eigene positive Gedankenwelt eintauchen, ihre Sehnsüchte und Wünsche entdecken und auch ihre Talente erkennen. „Nimmerland” hieß auch unser Musical-Projekt.

In der Zeit von Februar bis Juli 2016 haben 65 Zweit- bis Viertklässler, zum größten Teil mit Migrationshintergrund , bis zu fünf Mal wöchentlich in kleinen Gruppen im Projekt „Nimmerland” gearbeitet, um es zum Abschluss anderen Kindern, Eltern und Lehrern in der Aula der Grundschule am Göteborgring vorzustellen. Mit viel Freude mimten und tanzten sie auf der Bühne vor ihrem selbst gestalteten „Nimmerland”-Bühnenbild und ernteten tosenden Beifall für ihr gemeinsames Gesamtkunstwerk.

Die Coaches unseres Vereins haben die Trainingsstunden genutzt, um die vielfältigen Ideen der Kinder hervorzulocken, ihre Begabungen zu erkennen und sie in eine künstlerische Sprache umzusetzen (Tanz Musik, Kulisse…) Neben dem Training in Tanz und Schauspiel und der Arbeit an dem Bühnenbild, nutzten wir angemietete Unterrichtsräume um die neu hinzu gekommen Kinder aus Bürgerkriegsgebieten, unsere „Neuankömmlinge” mit der deutschen Sprache vertraut zu machen und sie dadurch enger ins Projekt einzubinden.

Ziel des Projektes war es, eine Brücke zwischen Kulturen zu bauen, kulturelle Unterschiede zu überwinden, Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu wecken und den Kindern gleichzeitig Geborgenheit zu geben. Das ist uns in diesem Projekt gelungen. Mehr noch: Schnell haben sich Freundschaften gebildet, trotz der sprachlichen und kulturellen Unterschiede.

Wie in allen Projekten des Kieler Kids e. V. war auch hier unsere Strategie erfolgreich, dass sich Kleingruppenprojekte zu einem großen Gesamtprojekt vernetzen und vor allem, dass die Kinder das bei uns Gelernte ins reale Leben übertragen.

In der momentan schwierigen politischen Lage in unserem Land öffnet unser Verein eine Tür auch und gerade für die Neuankömmlinge (Kinder und Jugendliche). Besonders diejenigen, die im schulpflichtigen Alter sind, sollen während ihrer Wartezeit in der Duldung die Chance haben, an unseren Projekten teilzunehmen und somit auch die deutsche Sprache zu lernen. In unserem Projektteam gibt es viele ehrenamtliche qualifizierte Helfer, die zum Teil die Sprache der Neuankömmlinge sprechen und unserem Verein ihre Hilfe und Bereitschaft zur Umsetzung anbieten.

Bei aller Freude hat uns sehr traurig gestimmt, dass einige der Kinder, die zu Beginn des Projektes dabei waren, das Ende nicht miterleben konnten, weil sie und ihre Familien abgeschoben wurden.

Im September 2016 beginnen wir mit neuen Gruppen ein neues Projekt und freuen uns über jedes Kind, das daran teilnimmt.

 

Und so einfach kommt man ins „Nimmerland”:

Kind 1: Ich wünschte…

Kind 2: Was?

Kind 3: Ich wünschte, dahin zu kommen wo alle meine Träume wahr werden.

Kind 4: Deine Träume.

Kind 5: Nein, auch meine Träume.

Gruppe: Von uns allen die Träume.

Kind 9: Es ist nicht weit von hier.

Kind 10: Es ist in Dir.

Kind 11: In deinem Kopf.

Kind 12: In deinen Gedanken.

Kind 13: Einfach coole Gedanken.

Autorin: Frau Dip.-Ing. Architektin Azita Sadeghi

 
Nobody is different
Grundschule „Schule am Göteborgring”  
 
 
   
Träume können wahr werden

Träume können wahr werden, wenn man nur fest genug daran glaubt: 56 Mädchen und Jungen der Kieler Grundschule am Göteborgring setzen diese genauso frohe wie kühne Botschaft in dem Projekt „Learn to fly” schauspielerisch und tänzerisch um und erhielten für die Aufführung in der Aula am 11. Dezember donnernden Applaus von ihren Mitschülern, Lehrern und Eltern. Seit dem Frühsommer haben die Dritt- und Viertklässler plus einige Zweitklässler für diesen großen Tag vier Mal in der Woche nach der Schule geprobt. Die meisten von ihnen sind Kinder von Einwanderern, 13 Nationalitäten hat die Projektleiterin und Leiterin der Tanz-Akademie „DancEducation”, Azita Sadeghi, gezählt – „darunter auch einige Neuankömmlinge.” Zusammen mit ihren früheren, inzwischen erwachsenen Tanzschülerinnen Gamze Yesilyurt und Diana Canay wurde das Stück einstudiert.

Weil die „dancEducation” junge Menschen in Tanz, Schauspiel, Medien und bildender Kunst schult, wurde auch „Learn to fly” ein Projekt, in dem die Kinder – vor allem HipHop – tanzten und dazu mimten, zudem Räder schlugen, sowie – wer konnte – Spagat und Brücke zeigten. Auch die Kostüme und die Bühnendekoration – Bilder und Wünsche auf Wänden aus Pappe – gestalteten sie unter Anleitung selbst.

Bis zum Schluss hielt sich die Power bei der Vorstellung, wechselnden sich Tanz- und Theatereinlagen in schnellem Tempo ab, dann legten sich die 56 Kinder auf den Bühnenboden – Zeit für Träume. „Ich träumte, ich bin eine Prinzessin”, wachte die eine auf. „Ich träumte, ich werde eine Tänzerin”, eine andere „Ich träumte, ich werde Fußballer”, sagt ein Junge. Und so hatte jeder seinen eigenen Traum. Ob sie eines Tages wahr werden? Learn to fly” – man muss keine Flügel haben, um zu fliegen. Oder: Träume können wahr werden, wenn man nur fest genug daran glaubt. Einen Traum haben sich die Kinder jedenfalls schon erfüllt: einmal vor einem begeisterten Publikum auf einer Bühne tanzen. „Azita und ihre beiden Trainerinnen haben es nicht nur geschafft, jeden Nachmittag fast 60 Kinder zu beschäftigen, sondern auch für das Projekt zu begeistern und mitzureißen”, freute sich Schulleiter Thomas Albert nach der halbstündigen Vorstellung. Und es gab nicht wenige junge Zuschauer, die sich wünschten „beim nächsten Mal auch dabei zu sein”.
MAXIMUM ART
Kapnagel Hamburg, Überregionale Anwesenheit von Kindern und jugendlichen Tänzern internationaler Herkunft.
Dance Musical „Black Flowers”
Projekt „Science of Dance” 2013, offiziell seit Dezember 2012 arbeiteten die jungendlichen Kieler Kids an dem Musical „Black Flowers”. Im Vorfeld zu den offiziellen Proben fanden viele Gespräche mit den Trainern und den jugendlichen Tänzern statt. Es wurden gemeinsam Ideen für die Choreographie, die Musik und das Bühnenbild entwickelt. Unter dem Projektnamen „Science of Dance” präsentieren die Kieler Kids das Dance Musical „Black Flowers”. Es thematisiert eine Geschichte über die Welt und die Macht der Magie.

Die Jugendlichen haben Ihre erste Phase der Ausbildung „Science of Dance” erfolgreich beendet. Das Niveau des Projektes steigerte sich während dieser Phase ständig, die Leistungen der Jugendlichen haben unsere anfänglichen Zielvorstellungen weit übertroffen.

Die multimediale Präsentation fand am 14. und 21. September im MAX Nachttheater Kiel statt.

Das Projekt wurde finanziell unterstützt durch die Aktion Mensch, das Innenministerium, das Amt für Kultur und Weiterbildung sowie den LSV (Landessportverband Schleswig-Holstein) und die Sparkasse Kiel.

Weitere Informationen zum Dance Musical „Black Flowers” werden unter "youtube" www.dancEducation.de veröffentlicht.

"Science of Dance" / Eine Studie mit Tanz, Kultur und Rythm.

Trotz des Ehrgeizes einzelner Künstler wuchs der Teamgeist und die Zusammenarbeit stand im Vordergrund.

Wir haben unser Projekt sehr erfolgreich abgeschlossen, mit einer genialen Präsentation (siehe Kurzfilm) sowie einem reibungslosen Ablauf zwischen der Technik und den Jugendlichen.

Durch die Zusammenarbeit mit vielen kooperativen Schulen, der Fridtjof Nansen Schule, der Maxtau Schule in Gaarden, der Grundschule am Götteburgsring und der Muhliusschule, könnten wir viele Zielpersonen erreichen. Besonders eng war die Zusammenarbeit mit der Fridtjof Nansenschule, welche leider am im Juni 2013 geschlossen wurde, da der Kieler Kids e. V. zum Teil schon seit Jahren die Schüler begleitet.

Viele unserer Hauptschulkinder sind momentan an Fachhochschulen und Gymnasien oder haben eine Ausbildung abgeschlossen.

European Streetdance Championschip

Mehr als 200 Tänzerinnen und Tänzer trafen sich im September 2010 zur ersten European Streetdance Championship in der Hein-Dahlinger-Halle in Kiel.

Satte Beats dröhnen aus riesigen Lautsprecherboxen, Trockeneisnebel steigt auf, der Zuschauerrang ist bis auf den letzten Platz mit Fans gefüllt. Die Tänzerinnen und Tänzer haben sich um die Tanzfläche herum geschart, die Hecks und Bugs amerikanischer Straßenkreuzer dahinter liefern das wahrhaft passende Ambiente. Es ist Sonnabend, der 25. September, es geht auf 13 Uhr zu, und die erste European Streetdance Championship in Kiel soll jeden Moment beginnen. Die Stimmung ist gespannt, nervös werden ein letztes Mal Choreographien und Aufstellungen geprobt.

Schon seit 11 Uhr strömten die Zuschauer in die Hein-Dahlinger Halle, viele sind Verwandte und Freunde, viele einfach Fans. Die von „dancEducation” organisierten Streetdance-Events in Sporthallen haben inzwischen einen Namen, sind Kult im norddeutschen Raum, doch es ist die erste europaweit ausgeschriebene Meisterschaft, die Azita Sadeghi „A” und ihre Leute ausrichten, und die Stimmung ist bestens. Sobald die Musik einsetzt, fließt der Rhythmus förmlich in die Glieder der Performer, jeder bewegt sich zur Musik. Plötzlich scheinen sie nicht verschieden, sondern ein Ganzes zu sein. One dance. Wenn man sie fragt, warum sie tanzen, kennen die meisten nur eine Antwort: „Tanzen ist mein Leben”. Viele von ihnen tun es schon seit vielen European Buck Sessions.

Art of street
Projekt „Dance Ring” 2008, Norddeutsche Meisterschaft, Samstag, 29. November - trotz Kälte und Schnee sind viele Streetdancer internationaler Herkunft aus Deutschland, u. a. aus Berlin, Hamburg, Bremen und Flensburg nach Kiel eingereist. Dies war für die Kieler jugendlichen Gastgeber („Street-Tänzer”) ein Stolz Freundschaften zu schließen, Ideen auszutauschen und stärkere Inspirationen zu bekommen.

Die Jugendlichen standen, übten und jubelten rund um den Boxring. Viel Glamor, super Stimmung, Spaß und „mitgehen” mit den Darbietungen war die ansteckende Atmosphäre in der Tallinhalle.

Unser junges Medienteam „Aim-TV”, ein erfolgreicher Sport-Kanal des lokalern Senders hat dies mit seiner digitalen, modernen Techniken verstärkt. Die Moderatoren und Raper des Kieler Aim-Tv- haben für die Unterhaltung der Gäste gesorgt.

Geplant war, zwei Sieger Ehrungen in verschiedenen Stilrichtungen - Krumping, Newstyle, Hip Hop, Poping und Break-Dance.

1. Ehrung - „Crew Meisterschaft” und 2. Ehrung - „Einzel-Tänzer in Wettkampf 1 vs 1”

Die vierköpfige Jury aus Berlin, Kiel und Bremen hat die Meisterschaft voll und ganz mit Geduld und Interesse begleitet.

Es war eine sehr schwere Entscheidung, diese zahlreiche Ideen, zahlreiche Unterschiede an Style und Internationalität zu vergleichen und bewerten zu können.

Das Motto der Richtlinien war „Art of Street” und „Disziplin of Street”. In der Meisterschaft der Crewdances gewann die Kieler Gruppe „Fatility” aus Mettenhof gegen zahlreiche weitere Crews aus Deutschland und holte sich so den Sieger-Pokal.

  • 1. Platz: „Fatility
  • 2. Platz: „Gameboii-Familly” Krumper aus Kiel
  • 3. Platz: „Nonstop Soul” Breakdancer aus Flensburg
Birds - Dokumentarfilm
Dokumentarfilm „Birds II” über die Integration von Kindern und Jugendlichen aus Bürgerkriegsgebieten in unserer Gesellschaft am Beispiel unseres Vereins Kieler Kids e. V.

Wer sind wir?

Seit zehn Jahren arbeitet unserer Verein Kieler Kids e. V. mit Kindern und Jugendlichen aus sozial schwierigen Verhältnissen und zu 90 Prozent mit Migrationshintergrund in kulturellen Projekten in den Bereichen Tanz, Musik, Theater und Video/Film. Wir legen Wert darauf, dass die jungen Menschen bei uns über die Projektarbeit hinaus miteinander kommunizieren, sich kennenlernen, freundschaftlich miteinander umgehen, die deutsche Sprache erlernen und sich Ziele wie einen guten Schulabschluss setzen. Wir begleiten unsere Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Viele von denen, die bei uns mit zehn Jahren zu einem Projekt gekommen sind, studieren heute an Hoch- und Fachschulen und leiten wiederum Projekte mit Kindern in unserem Verein. Wir kooperieren mit Schulen in sozialen Brennpunkten. Seit 2007 haben etwa 1500 Kinder und Jugendliche an unseren Projekten aktiv teilgenommen. Stellvertretend erwähnen möchten wir unsere Bühnenprojekte „One” im Kieler Schauspielhaus und im Werftparktheater, „Black Flowers” im Kieler Veranstaltungszentrum Max, „Vineta taucht auf” in der Hein-Dahlinger-Halle in Kiel-Gaarden, „Maximum Art” auf Kampnagel in Hamburg und jüngst „Nimmerland” in der Schule am Göteborgring in Kiel-Mettenhof.

Warum ein Dokumentarfilm?

Während in der Vergangenheit meistens Kinder mit türkischen, kurdischen, tschetschenischen, armenischen, polnischen, russischen, bulgarischen, rumänischen, tschechischen, somalischen, gambischen, peruanischen, venezuelanischen, kolumbianischen, ekuadorianischen, philippinischen, vietnamesischen, indischen und marokkanischen Wurzeln zu uns kamen, haben wir es jetzt vor allem mit syrischen, afghanischen, pakistanischen iranischen und irakischen Kindern aus Bürgerkriegsgebieten zu tun. Viele von ihnen sind verschüchtert und in sich gekehrt, wenn sie zu uns kommen, sie wissen nicht, warum sie hier sind und wie sie sich verhalten sollen, können die Sprache nicht sprechen. Es ist eine Freude für uns zu sehen, wie sie nach wenigen Übungsstunden und Proben aufblühen, lebendig werden und ihr Kindsein wieder genießen können. Dabei lernen sie auch schnell die deutsche Sprache und integrieren sich besser in den Schulen. Das wollen wir in unserem Dokumentarfilm „Birds” festhalten und andere Menschen daran teilhaben lassen, wie Integration gelingen kann.

Methode „Brain ART”

Bei „Birds” arbeiten wir wie bei allen unseren Projekten mit unserer eigens für künstlerischen Kinder- und Jugendarbeit entwickelten Methodik „BrainArt”. Mit Hilfe von verschiedenen Techniken werden die Kreativität gefördert, neue Ideen erzeugt und Visionen entwickelt.

Auch Sie können uns dabei unterstützen!

No Limit – Streetdance Award
Am Tag des Sports 2016 veranstaltet der Kieler Kids e. V. in Zusammenarbeit mit dem Landessportverband Schleswig-Holstein einen Streetdance Award mit Teilnehmern aus ganz Europa. 230 Jugendliche aus Deutschland und anderen europäischen Ländern haben sich zu diesem "nach den Regeln der Straße” geführten Tanzwettbewerb angemeldet. „Seit Jahren werden Streetdance Awards in Paris als große Events gefeiert. Jetzt wollen wir die besten Streetdancer Europas in Kiel auf die Bühne holen”, sagen die Kieler Kids. Gebattelt wird in den Kategorien:
  • Crew Dance
  • HipHop
  • Breakdance
  • Krump
  • Popping
  • Locking
Dafür wurde am Tag des Sports, Sonntag, 4. September, hinter dem Plaza-Einkaufscenter am Winterbeker Weg eine große Bühne aufgebaut. Organisation des Events: durch die im Kieler Kids e. V. groß gewordene, siebenköpfige Gruppe "Nord Face Krump". Die Juroren sind die unter den jugendlichen Streetdancern bekannten und anerkannten Kenner der Szene : Stephane, Rowdy Eyez und Gabriel „Gameboii”. Moderator:Youtube-Star Joka Tululu. Der Kieler Kids e. V. hat sich vor zehn Jahren gegründet, um Kinder und Jugendliche auf den Gebieten der bildenden und darstellenden Künste sowie des Sports zu fördern und ihnen hiermit Ziele zu setzen und Selbstbewusstsein zu vermitteln. „Ein Streetdance Award am Tag des Sports - das mag zuerst ungewöhnlich klingen”, sagt Azita Sadeghi die projektleiterin, „passt aber sehr gut zusammen, weil man bei Streetdance auch von einer Extremsportart sprechen kann.” Der Kieler Kids e. V. setze sich deshalb beim Landessportverband auch dafür ein, dass Streetdance als Sportart anerkannt werde. Schon einmal war Kiel Austragungsort einer European Championship im Streetdance – 2010 in der Hein-Dahlinger-Halle in Kiel-Gaarden.
MASCHRABIYYA

In dem Projekt „Maschrabiyya” wurde künstlerisch mit den geflüchteten Kindern, jungen Frauen und Müttern gearbeitet. Insbesondere stand dabei der Bereich des darstellenden Spiels im Fokus und es wurden kleinere und größere Aufführungen organisiert und durchgeführt. Zu der Planung und Gestaltung der Stücke wurden viele Ideen und Visionen beachtet und die jungen Frauen durften ihrer Kreativität freien Lauf lassen und Kulisse und Kostüme entwerfen, sodass Gesamtkunstwerke entstanden. Der Umgang mit aufkommenden Problemen, die teilweise auf der Herkunft und Kultur der Frauen beruhten, war ebenfalls zielführend und eröffnete den Teilnehmerinnen neue Erkenntnisse hinsichtlich ihrer Problemlösungskompetenz.

Die Frauen, Kinder und Jugendliche haben ihre Kreativität ausleben dürfen und sich so gemeinsam sozial betätigt, in dem sie mit aufkommenden Problemen gelernt haben umzugehen. Sie haben ihr Selbstbewusstsein gestärkt, in dem sie gestalterisch tätig waren und Kunstwerke mit ihren eigenen Ideen und Händen geschaffen haben.

Der gewohnt offene Umgang mit den Medien Film, Theater, Musik etc. stellte in diesem Projekt eine Herausforderung dar, da kulturbedingt einige Ideen und Vorhaben der jungen Frauen blockiert wurden.

Die Aufführungen und Ausstellungen werden zur Schau gestellt.

Das Projekt führte zu großem Erfolg, da eine Weiterführung des Projektes gewünscht wurde. Die bleibenden Eindrücke werden die jungen Teilnehmer noch lange mittragen und sie werden von dem Erlernten profitieren

Street Dance Award 2017

Im Sommer 2017 fand der Street Dance Award für Kinder und Jugendliche am Strand von Schilksee statt. Mitten im Juli bekamen die jungen Streetdancer die Möglichkeit ihr Können im Tanzen in den Workshops auszubauen und neue Kontakte zu knüpfen, sowie in den anschließenden Wettkämpfen ihr Talent auf der Bühne vor der Jury und den Zuschauern zu präsentieren. Dieses Projekt bot besonders sozial benachteiligten Kindern die Chance ein Tanzerlebnis dieser Art zu erleben. Die meisten TeilnehmerInnen haben einen Migrationshintergrund und freuten sich sehr über diese sportliche Erfahrung.

Im Vorhinein haben professionelle Streetdancer und Trainer die jungen TänzerInnen in kleinen Gruppen in den verschiedenen Städten Europas auf dieses Event, das zu einem großen Gemeinschaftserlebnis wurde, vorbereitet. Dabei wurde der inklusive Gedanke verfolgt, die Kinder -unabhängig von Ihrer sozialen Herkunft und Ihrer kulturellen Unterschieden- für die Extremsportart Streetdance zu begeistern.

Die Ziele des Konzeptes konnten erreicht werden. Die Trainer und der Kieler Kids e.V. zeigten sich sehr erfreut über den Erfolg des vorangegangenen Tanztrainings und die Begeisterung der Kinder und Jugendliche während des Awards.

Der Austragungsort des Streetdance Awards bot eine besondere Kulisse. Die Bühne direkt am Olympiahafen Schilksee führte die Motivation der Kinder für diese zwei Tage des Tanzens in ganz neue Dimensionen.

Die Kinder und Jugendlichen haben sich den Raum um das Olympiazentrum herum positiv angeeignet und gestaltet. Dadurch wurden auch die Anwohner des Stadtteils mit Freude begrüßt und besonders für diese extreme Sportart Street Dance begeistert.

Zahlreiche TeilnehmerInnen in verschiedenen Altersstufen haben die Bühne in diesem zweitägigen Award erobert und waren während der gesamten Zeit des Projektes in positiver Stimmung. Durch die Präsentation Ihres Talents auf der Bühne erfuhren die Mitwirkenden ein starkes positives Feedback von der Öffentlichkeit, welches sie innerlich und langfristig sehr bestärkte.

Dieses Erlebnis hat den Passanten den Unterschied der Wirkung dieser Tanzsportart im Vergleich zum starken Konsum an Videoclips in der neuen Medienwelt verdeutlicht. Der Funken sprang sogar so stark über, dass die Begeisterung der Streetdancer einzelne Zuschauer dazu ermunterten, selbst unerwartet spontan am Award teilzunehmen.

Durch die gemeinsame Zeit, die die Kinder und Jugendlichen vor Ort verbracht haben, hatten sie die Chance aneinander kennenzulernen sowie voneinander zu lernen und durch die Bewegung einen neuen Blick auf sich selbst zu werfen.

Die professionelle Arbeit der Trainer und Trainerinnen während des Camps hat zu einem vertrauensvollen Miteinander geführt: Sie haben die Stärken und Schwächen der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt und entsprechend mit Ihnen trainiert.

Die Kinder werden auch über die Dauer des Camps hinaus bestärkt in Ihren Alltag gehen, da sie in Ihrer Selbstwahrnehmung und Ihrem Selbstvertrauen bestätigt wurden. Die Fähigkeiten, die sie durch die umfangreiche, 7-wöchigen Trainingseinheiten erhalten haben, konnten Sie z.B. im Oktober in einer regionalen Meisterschaft präsentieren.

Gemeinsam ihrer Leidenschaft fürs Tanzen nachzugehen, war neben den Wettkämpfen eine tolle Erfahrung für die Kinder und Jugendlichen, die aus ganz Deutschland und Europa angereist sind.

Daher wundert es nicht, dass sich die TeilnehmerInnen mit neuen Visionen eine innovative Fortsetzung des Projektes in den folgenden Jahren wünschen.

 
„Learn to fly” and „smile”
Über die Methode „Brain Art” und durch Kunst und Kultur werden die Kinder auf die Schiene der Bildung gebracht. Der Kieler Kids e.V. arbeitet mit Kooperationsschulen aus den sozialen Brennpunkten Schleswig-Holstein zusammen. Kinder, die besonders durch die Teilhabe an außerschulischen Betreuungsangeboten profitieren, nehmen an den Projekten des Kieler Kids e.V. teil. Dabei werden die Ziele und somit die Satzung des e.V. verfolgt. Es handelt sich vorwiegend um Flüchtlingskinder und um Kinder mit internationalen Wurzeln. Die Projektleiterin Sadeghi ist für die Planung, Organisation und Umsetzung zuständig.
Birds

Die Idee des neuentwickelten Gesamtprojektes „Birds” entstand durch den aktuellen großen Zustrom von Kindern und Jugendlichen, die alle unterschiedliche kulturelle Erfahrungen mitbringen und mitgebracht haben. Ähnlich wie andere Projekte verfolgte „Birds” das Ziel den Neuankömmlingen durch das Großprojekt langfristig eine Perspektive zu geben.

Das wichtigste Ziel unseres Projektes war es, den Kindern, die bei uns wie ein Vogel in einem völlig fremden Nest schlüpfen, trotz allem das Gefühl von Geborgenheit und Kindheit zu geben - dieses gelang uns deshalb, weil sprachliche und kulturelle Unterschiede bei der Arbeit in unserem Projekt keine Rolle mehr spielten.

Mit „Birds” wurde 2017 eine Brücke zwischen der mitgebrachten kulturellen und einer neuen Identität gebaut. Das Projekt vertieft den Weg der positiven Verwirklichung ihrer Fantasiewelt und der Überwindung ihrer innerlichen und familiären Verluste über diesen weiten Weg hinaus hin zu einer positiven Energie ihrer Umwelt.

Während des Projektes wurde mit Hilfe von Kreativitätstechniken die Kreativität der Kinder gefördert, neue Ideen erzeugt und Visionen entwickelt. Die Kinder haben mit sehr großer Freude an dem Projekt mitgewirkt und drückten sich gerne durch das Mikrophone vor der Kamera aus und entwickelten Selbstbewusstsein und innere Stärke.

Der Ablauf des Projektes basierte auf Freude, Spaß und positiver Energie. Durch besondere Fachkräfte, sowohl Künstler als auch (Tanz-) Pädagogen und psychologischen Coaches wurden ihre innere Neugier geweckt und sie wuchsen über sich selber hinaus.

Die oftmals sozial benachteiligten Kinder und Jugendlichen haben gelernt ihre Fremdheit zu überwinden und eine Brücke zur Außenwelt zu schaffen.

Die Dreharbeiten zum Dokumentarfilm „Birds” sind mit den Kids mit großem Erfolg 2017 abgeschlossen worden. Es war beeindruckend mit welchen Energien die TeilnehmerInnen am Projekt mitgewirkt haben. Die Fertigstellung des Filmes wird weitere Projektphasen in Anspruch nehmen, und die geplante Veröffentlichung wird im Jahr 2018 auf der Leinwand sowie auf den Kanälen unserer sozialen Medien erfolgen.